Vorstellung

Um unserer Gruppe ein „Gesicht“ zu geben,möchten wir uns persönlich auf dieser Homepage vorstellen. 

„Hallo, mein Name ist Carsten und ich bin der Gründer dieser Gruppe für junge Menschen mit Krebs. Nachdem ich 2011 nach Jahren immer wieder kehrender Schmerzen im linken Arm doch mal zum Arzt bin, stand es 2 Wochen später fest: Knochenkrebs. Quasi von 0 auf 100 in 3 Sekunden, im Rückwärtsgang. Die Chemo und die OPs mit Schmerzen und Co. waren hart, aber ich bin härter, mit weichem Kern. Auch nach 3 Lungenmetastasen verliere ich meine Zuversicht nicht und liebe mein Leben. Unter anderem möchte ich diesen Gedanken weitergeben, denn:

„Geteiltes Leid ist doppelte Freude.“ 

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Ich heisse Vera, ich bin 29 Jahre alt, Studentin und alleinerziehende Mutter.Während die Jungs der Nationalelf Deutschland im Sommer 2014 zum Weltmeister machten, zeigte mir mein Leben, wie nah Glück und Leid beieinander liegen können und wie sich innerhalb weniger Wochen alles schlagartig und von Grund auf verändern kann.
Ende Juni wurde mein 3. Kind per Kaiserschnitt geboren. Freudetaumelnd kamen wir Anfang Juli nach hause und freuten uns auf die erste gemeinsame Zeit zu fünft, einen sonnigen Sommer und einen spannenden Ausgang der WM. Ein paar Tage später entdeckte ich einen dicken Knoten an meinem Hals. Das Finale der WM brachte kurzzeitige Freude aber die persönliche Erleichterung blieb aus. Zurück in die Klinik. Knoten raus. Fünf Tage Hoffen und Bangen. Säugling auf dem Bauch, Herz in der Hose: Diagnose Schilddrüsenkrebs.
Schock veratmen,Verzweiflung schlucken, Worte finden…wie erkläre ich meiner 7 jährigen Tochter, dass ihre Mama Krebs hat, wie meinem 2 jährigen Sohn, dass ich bald schon wieder ins Krankenhaus muss, diesmal sogar für noch länger. Baby abstillen. Ärzte suchen. Total-OP Anfang September, das papilläre Schilddrüsenkarzinom, das bereits gestreut hatte, kommt raus. Inklusive fünfzig Lymphknoten. 4 Wochen Krankenhaus, Rachenentzündung, Kalziumchaos, beleidigte Nebenschilddrüsen, beleidigter Körper nach 3 OPs in so kurzer Zeit…
Ende September die Radiojodtherapie. Getrennt von meinen Kindern eingebunkert im tristen Grau der Strahlenklinik. Härteste Prüfung. Nie gedacht, dass ich mir einmal so wünsche, aufzuhören zu strahlen.
Per Szintigrafie konnten Anfang Oktober keine Schilddrüßenreste mehr erkannt werden und so wurde ich ohne Schilddrüse und ohne Tumor nach Hause entlassen, wo ich im folgenden halben Jahr versucht habe, in mein altes Leben zurückzufinden. Irgendwann habe ich verstanden, dass es das nicht mehr gibt und habe langsam begonnen, das zu akzeptieren und mein neues Leben aufzubauen. Meine Beziehung hat den Krebs nicht überlebt. Die Trennung, eine weitere harte Prüfung in dieser geschwächten Zeit. Doch Aufgeben fiel aus, wegen geht nicht. Drei kleine Menschen, die dich permanent brauchen und die dir so vehement zeigen, wie wertvoll das Leben sein kann, lassen da absolut keine Wahl. Freunde die sich als sichere Rettungsweste vor dein Herz werfen machen untergehen nicht möglich.
Mein Leben hat sich verändert durch den Krebs.Ich habe gelernt zu Kämpfen. Weil ich es musste. Und ich habe gelernt zu leben. Voll und Ganz. Weil ich nichts mehr möchte als das.

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Hallo, mein Name ist Melle. Ich habe Anfang 2016 kurz nach meinem 31. Geburtstag die Diagnose Morbus Hodgkin bekommen, eine seltene Form von Lymphdrüsenkrebs.

Die Chemotherapie dauerte viereinhalb Monate, während der mein Körper ganz schön abbaute (meine 82jährige Oma und ich waren voll auf einem Level!), ich meine Haare verlor (Gut. Nicht verloren. Eher abrasiert. Von meinem 13-jährigem Sohn) und ich Tage hatte, an denen es mir sehr schlecht ging. Doch es war auch eine Zeit, in der ich feststellen durfte, wie sehr meine tolle Familie und wahre Freunde hinter mir stehen, ich viele besondere Menschen kennen lernte, meine Liebe zu bunten Perücken entdeckte und zahlreiche andere wichtige, lustige und interessante Erfahrungen machte.

Dass ich in dieser Gruppe gelandet bin, freut mich total. Im Austausch mit anderen Betroffenen fällt es einem oft nen Ticken leichter, mit der Krankheit umzugehen. Ich bin wieder gesund und möchte anderen Mut geben, bloß nie aufzugeben und selbstbestimmt zu bleiben!

PS: Kurze Haare sind cool!

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Hallo, ich bin Jutta, 36 Jahre alt. Mein Mann und ich haben sehnsüchtig auf April 2016 gewartet. Alle andern Eltern mit nem zweiten Kind mit ähnlich nahem Abstand haben uns nämlich prophezeit: „Das erste Jahr ist hart, aber danach wird´s leichter!“ Darauf haben wir gehofft. Vielleicht könnte ich bis dahin endlich, endlich meinen sturen Mini-Mann ganz abstillen. Vielleich wäre ich bis dahin besser organisiert und könnte auch dem Maxi-Buben (der wäre dann 2,5 Jahre) ein bisschen ungeteilte Aufmerksamkeit zukommen lassen.

Dann hab ich eine Formveränderung der Brust bemerkt, aber hey, schwanger und stillend ist doch fast alles normal. Ne Weile hab ich´s verdrängt und ging erst nach einiger Zeit zum Arzt…. Kinder und Verantwortung und so… Ultraschall beim Gyn, Mammographie und Stanze ging alles zack-zack in 2 Tagen. Meinen 35. Geburtstag im Februar 2016 haben wir vor dem Telefon verbracht, wartend auf das Ergebnis der Stanze. Dann lief alles an und ich war in der Maschinerie. Schnell die OP, kurz Bestrahlung und hinterher noch bissle Medikament nehmen. Nicht mal ne Chemo wäre nötig, klingt ja alles ganz easy. Nach 4 Wochen erfolgte eine zweite OP zur vollständigen Tumorresektion, das war der erste Dämpfer. Mitte der Bestrahlung hab ich gemerkt, so einfach scheint das alles leider nicht zu sein und habe mich entschlossen, doch in Reha zu gehen- ohne Kinder. Ich benötigte einfach mal Zeit zum Denken. Das war mit meinen Buben nicht möglich, die ließen mir kaum Luft zum Atmen. Wieder zu Hause war ich der Meinung „so jetzt ist`s aber durch!“. Und dann die Erkenntnis: „Mein „Popel-Krebs“ beschäftigt mich immer noch!“. Meine Ärztin bat mich doch einmal zur Selbsthilfegruppe zu gehen- hab ich anfangs kategorisch abgelehnt. Der erste Versuch war in einer Selbsthilfegruppe für Frauen nach Krebs. Alle super nett und ich hab gleich gemerkt, dass mir der Kontakt hilft. Aber letztlich hatte ich mit ihnen außer der Erkrankung eher weniger gemein, teilweise deutlich älter als ich steckten sie naturgemäß einfach in einer völlig anderen Lebensphase als ich.

Dann stieß ich auf Jung und Krebs und was soll ich sagen? Ich bin angekommen. Zunächst sehr verunsichert, ob ich für die nicht schon zu alt bin und mein Krebs zu poplig, fühlte ich mich von den anderen völlig selbstverständlich angenommen. Die Kontakte haben mich mehr stabilisiert, als ich zuvor überhaupt an Unsicherheit wahrgenommen habe. Dabei geht’s gar nicht immer nur um Krebs. Der ganz normale Wahnsinn des Alltags, die schon wieder kranken Kinder, wie mach ich weiter im Beruf, all das findet seinen Platz. Sogar meine Familie findet mich seither entspannter.

Ich bin wirklich unglaublich dankbar für die Gruppe und falls ihr auf der Suche seid nach Kontakten, Unterstützung, Infos, ner ganzen Menge Humor…… dann scheut euch nicht! Kommt vorbei!

 

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„Mein Name ist Tobias und ich bin 34 Jahre alt. Im Jahr 2012 wurde bei mir Morbus Hodgkin (Lymphknotenkrebs) diagnostiziert. Zunächst war das natürlich für mich und mein Umfeld ein echt der Schlag. Ich habe es jedoch relativ schnell geschafft eine positive Einstellung zu der Erkrankung und dem vor mir liegenden Weg zu bekommen. So konnte ich dann die viermonatige chemotherapeutische Behandlung , die natürlich auch einige Tiefpunkte mit sich brachte, doch relativ gut durchstehen.

Nach den ganzen nun folgenden Untersuchungen stand schlussendlich fest: ich bin geheilt, der Kampf ist gewonnen! Die Nachsorge läuft seitdem auch sehr zufriedenstellend und ich kann mein Leben nun fast ohne Einschränkungen wieder in vollen Zügen genießen.

 Als ich von der neu gegründeten Gruppe gelesen hatte, war ich sofort begeistert. Es tut einfach gut sich mit anderen jungen Krebspatienten auszutauschen und sich gegenseitig Mut zuzusprechen. Jeder musste seine Erfahrungen machen und man kann sich einfach in die Anderen hineinversetzen. 

Die Diagnose Krebs ist zwar zuerst immer ein Schock, aber keineswegs eine ausweglose Sache! Wir kämpfen gemeinsam!

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Hallo.
Mein Name ist Simone. Ich bin 37 Jahre alt, verheiratet und habe eine 8 jährige Tochter –    Mina.
Im Februar 2016 bemerkte ich beim Duschen einen komischen Knubbel rechts außen an meiner rechten Brust.
Ganz ehrlich…ich hatte gleich ein sehr ungutes Gefühl. Was mich auch leider nicht getäuscht hat.Ab da ging alles ganz schnell….Frauenarzt, Ultraschall, Mammographie, Biopsie, Diagnose Brustkrebs. Wusch….das war erstmal ein riesengrosser Schlag mitten ins Gesicht. Mitten aus dem Leben gerissen. Im März folgte die OP und leider auch eine Chemotherapie, da schon Lymphknoten befallen waren.
Mittlerweile geht’s dem Ende der Chemo entgegen. Die Chemo war meine größte Angst und es war kein Spaziergang aber es ist machbar.
Ohne die Unterstützung und das immer positive Denken meines Mannes hätte ich das sicherlich nicht so gut geschafft. Auch meine Tochter hat die Situation super gemeistert.
Wenn dann so Sätze fallen wie- Mami, ich hab dich auch ohne Haare lieb! könnte man natürlich Rotz und Wasser heulen aber Kinder sagen zum Glück immer die Wahrheit und deshalb tut das einfach nur wahnsinnig gut.
Danke euch zwei Lieblingsmenschen.
Meine wirklich wahren Freunde und Arbeitskollegen hab ich in dieser Zeit auch sehr sehr zu schätzen gelernt. Egal was war….ihr wart immer uneingeschränkt für mich da. Danke.
Dafür gibt’s mal noch ne fette Party. Versprochen!
Auf die Jung und Krebs Gruppe bin ich direkt nach meiner OP gestoßen. Das war wirklich ein Glücksfall. In der Klinik trifft man meistens nur Leute 60 aufwärts. Die haben einfach andere Probleme und Interessen….
Egal was wir schon zusammen unternommen und erlebt haben. Es war immer eine lockere Atmosphäre mit super netten Leuten….weiter so.
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„Ich bin Elisa, 26 Jahre alt. Im November 2015 wurde bei mir ein Medulloblastom, ein bösartiger Hirntumor, diagnostiziert. Nach der anschließenden OP habe ich eine siebenwöchige Bestrahlung und die erste Chemotherapie erfolgreich überstanden. Seit Ende März 2016 wird die zweite Chemotherapie durchgeführt. Auch wenn die Diagnose ein Schock für mich, meine Familie und Freunde war, habe ich mich nie aufgegeben. Mit ihrer Unterstützung kämpfe ich weiter – nicht gegen den Krebs, sondern für ein lebenswertes Leben! Dabei ist auch diese Gruppe eine große Hilfe und Stütze für mich, da wir sowohl ernste Gespräche führen, als auch viel zusammen lachen können.“

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„Hallo, ich bin Djamila. Vor 16 Jahren wurde bei mir ein Hirntumor festgestellt. Dieser wurde sofort operiert. Durch die OP war ich komplett gelähmt. Nach der OP folgten Bestrahlung und Chemo, währenddessen lief das Aufbauprogramm >>Djamila<< ^^.
Sitzen lernen, Greifen lernen, selbständiges Essen, Trinken und Nase kratzen…und natürlich laufen. Ich sitze immer noch im Rollstuhl, bin aber selbstständiger. 2008 kam der zweite Hirntumor hinzu und wieder Chemo, fast 4 Jahre am Stück. Zwischendurch wurde an der Haut etwas entdeckt. Das wurde zum Glück nur raus geschnitten und seither beobachtet. 2013 habe ich die letzte Chemo abgebrochen, um Kraft zu tanken. Mal sehen wie es nun weiter geht. Eine Heilung wird nie in Sicht sein, aber durch meine Familie und Freunde wird jeder Tag besonders. Ich kämpfe zwar alleine, aber überall habe ich Tankstellen ;). Die Gruppe ist eine super Idee, denn man wird verstanden ohne alles detailliert erklären zu müssen. Es tut gut sich fallen lassen zu können, ohne zu sehen, dass die „Tankstellen“ daran zerbrechen, weil man leidet. Ich freue mich neue Mitstreiter kennen zu lernen, höre gerne zu und biete meine Schulter zum ausruhen an.“

Liebe Grüße 
Eure Djamila

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Yvonne

„Ich bin Yvonne., 26 Jahre jung. Anfang 2014 bekam ich die Diagnose Brustkrebs.
Ich habe mich letztes Jahr durch die ganzen Untersuchungen, Chemos, Operationen und Bestrahlungen durchgekämpft. Es gab gute und auch schlechte Tage, die ich hinter mir habe und ich weiß nun was es heißt, das Leben zu genießen. Ich freue mich über die Gruppe, weil ich meistens überall das junge Küken war und niemanden hatte, um Erfahrungen auszutauschen.“

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„Ich bin Jenny. Kurz vor meinem 31. Geburtstag, im Juli 2014, wurde bei mir Brustkrebs diagnostiziert. Es folgte eine OP, sowie eine dosisdichte Chemotherapie, die mir einiges (körperlich wie auch seelisch) abverlangt hat. Nun steht die Bestrahlung noch an. 
Eines ist sicher, ohne meinen Mann, meine Familie und meine Freunde hätte ich es ganz sicher nicht so „gut“ bis hierhin geschafft.

Der Austausch von gemeinsamen Erfahrungen in der Gruppe geben mir Kraft und helfen das Erlebte noch besser verarbeiten zu können. Denn schließlich haben wir alle gemeinsam ein Ziel, nämlich gesund zu werden/bleiben oder so gut es geht mit der Krankheit leben zu können.

Meine Erkrankung hat mich dazu gebracht meinen Alltag mit mehr Achtsamkeit zu leben und die schönen Momente intensiver wahrzunehmen.“

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„Ich heiße Maria und bin 27 Jahre.
Im September 2014 wurde bei mir nach einer langanhaltenden Schwellung der Lymphknoten am Hals „Morbus Hodgkin“ diagnostiziert. Zuerst war ich mit der Situation überfordert und hatte viele Fragen. Durch die Unterstützung meiner Familie und meines Partners fand ich zu meiner Stärke zurück und kämpfe gegen den Krebs.

Die ambulante Chemo-Therapie war anstrengend, aber bereits nach wenigen Tagen konnte ich am Hals die ersten Fortschritte ertasten. Das gab mir Mut und Zuversicht für die weitere Behandlung.

Ich freue mich über die neue Gruppe, in der jeder seine Fragen stellen, von seinen Erfahrungen berichten und Kraft schöpfen kann.“